Projekt:
Photovoltaikanlage auf dem Kirchdach
Der Himmel spiegelt sich auf dem Dach einer Kirche wider - wo gibt´s denn so was? In Nienburg gibt es das.
Die Ost-West Ausrichtung des Kirchendaches möchte die Gemeinde nutzen, die besondere architektonische Gestaltung des Gebäudes und des Kirchdaches mit einer umweltschonenden Herstellung von Strom durch Sonnenenergie zu verbinden, als Zeichen göttlichen Auftrags, mit seiner Arbeit die Schöpfung zu bebauen und zu bewahren.
Eine Solaranlage auf einem Kirchendach kann unterstreichen, dass sich die Gemeinde den Menschen mit ihren Sorgen und Ängsten zuwendet und ihnen Hoffnung macht, Wege aus der Krise zu beschreiten. So wird die Photovoltaikanlage nichts anderes als eine moderne Variante des Kirchturms, ein "Fingerzeig". Ein "Fingerzeig", die Kräfte der Schöpfung Gottes (Sonnenkraft) zu nutzen und umzuwandeln in Kraft für den Alltag (Strom). Ein Fingerzeig, der Menschen ermutigt, Schritte in eine neue Zukunft zu gehen, umzukehren von verkehrten Wegen (auch in der Energiepolitik). In diesen Prozess sind Gemeindeglieder, der Kirchenkreis und die Landeskirche mit einbezogen. Private Personen, Gemeindemitglieder, haben ihre Erbschaft in diese Anlage als Schenkungen und Darlehen investiert. Die Gemeinde hat für die Anlage ein großes Solarfest gefeiert. In einer Langen Nacht der Kirche hat die Gemeinde Bürgermeisterkandidaten nach ihren Energiekonzepten befragt. In einem Umweltreader für Fahrradtouren ist die Anlage in Nienburg ein fester Anlaufpunkt.
Besonderheit bzw. Erfolg des Projekts:
Die angedachte Photovoltaik-Anlage soll die südliche Dachfläche des Kirchengebäudes mit 152 qm Solarstrommodulen fast bedecken. Die Leistung der Dachseite entspricht dem jährlichen Energiebedarf von über 6 Einfamilienhäusern, 21 KWp.
Die Anlage auf dem Kirchendach hat eine besondere Vorbildfunktion, weil die Kirche als Gebäude für den Inhalt ihrer Botschaft steht, in diesem Fall für das biblische Mandat der Bewahrung der Schöpfung. Die Kirche zeigt damit, dass sie nicht nur reden, sondern auch handeln will.
Eine Solaranlage auf dem Kirchendach verdeutlicht direkt und für jeden nachvollziehbar, wie der biblische Auftrag zu bewahrendem Handeln praktisch umgesetzt werden kann. Auf diese Weise identifizieren sich Geber mit dem Vorhaben und es wird angeregt, auch im privaten Bereich in die Solarenergie zu investieren. Gemeindemitglieder sind diesem Beispiel bereits gefolgt. Überschüsse aus der Einspeisevergütung sollen der Gemeindearbeit der Kreuzkirche zu Gute kommen.
Die Solarstromanlage verfügt über moderne Mess- und Überwachungstechnik sowie ein publikumswirksames Großdisplay, an dem die jeweilig eingespeiste Leistung und gespartes CO2 abgelesen werden können. Der Kirchhof mit der Anzeige der Einspeisung und den ersparten CO2 Werten findet großes öffentliches Interesse.
(Internetseite: http://www.solarlokal.de/Photovoltaikanlage-auf.2228.0.html)
Homepage: http://www.solarlokal.de/beispiele.php?seite=bspl-nienburg
Ort
31582 Nienburg