Projekt:
Solarthermische Demonstrationsanlage Ev. Kirchengemeinde Zieko
Solarthermie Ev. Kirchengemeinde Zieko
Projektträger:
Ev. Kirchengemeinde Zieko
Es handelt sich um das Pfarr- u. Gemeindehaus in ortstypischer Bauweise. Dazu gehört das einstöckige rechteckige Untergeschoss (200 m² Grundfläche) mit großem Krüppelwalmdach und beiseitigen Fledermausgauben. Es stammt aus dem 18. Jahrhundert mit 15° s/o Abweichung zur Südrichtung errichtet. Bei der Solaranlage handelt es sich um eine 14,12 m² große solarthermische Anlage mit Heizungsunterstützung. Errichtet wurde sie mit Komponenten der Fa. Buschbeck-Solartechnik. Der Speicherinhalt umfasst 950 Liter. Die Solaranlage wurde dachintegriert errichtet mit einer Dachneigung von 45°.
Maßnahmen zur Verbreitung waren schon in der Planungs- und Durchführungsphase vorgesehen. In den Planungsberatungen der Leitungsgremien fand eine Auseinandersetzung mit Möglichkeiten der Förderung und Ausführungsvariante statt. Die Arbeiten zur Vorbereitung des Aufbaus und der Installation wurden durch Mithilfe von Gemeindegliedern erledigt. In dieser Zeit fanden schon Einzelführungen statt. In der Veranstaltung zur Expo 2000 fand die Anlage Erwähnung unter dem Thema: Mensch, Natur, Technik. Daraufhin gab es Anfragen an die beteiligte Installationsfirma zur Erstellung von Kostenangeboten und inzwischen müsste Ihnen ein Antrag vom Diakonischen Werk des Kirchenkreises Zerbst vorliegen. Nach Komplettierung der Anlage durch die Lieferung und Aufstellung der Schautafel wird es eine Einweihungsveranstaltung geben, zu der wir durch unseren Gemeindebrief einladen werden. Da die Schautafel im öffentlichen Sektor zugänglich ist, besteht eine grundsätzliche Informationsmöglichkeit. Eine Ausstellung zum Thema Solar- und Energiespartechnik ist mit der beteiligten Firma vereinbart.
Eine Veranstaltung aller kirchlichen Mitarbeiter des Kirchenkreises Zerbst ist für den 2. Mai in diesem Haus einberufen worden.
Tage der offenen Tür haben sich in anderen Bereichen bewährt und werden in regelmäßigen Abständen allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich über die Technik und den Nutzen der installierten Anlage zu informieren.
Bis Berichtsende konnte eine Spendensumme von 4.800,00 DM von beteiligten und anderen Firmen der Region eingeworben werden. Ziel ist es, eine Halbierung der Eigenmittel zu erreichen.
Durch die zeitlich versetzte Lieferung der Schautafel ist es sinnvoll, zur Zeit im wesentlichen nur über die Phase der Realisierung zu berichten, da eine genaue Datenerfassung noch nicht möglich ist.
Mit der ausführenden Firma war ein reibungsloses Arbeiten möglich, auch als sich bei der Aufstellung einige räumliche Schwierigkeiten einstellten. Der Anschluss an die vorhandene Heizungsanlage brachte eine intensive Beschäftigung über die optimale Ausnutzung der Brennwerttechnik einerseits und der Solartechnik andererseits mit sich.
In der praktischen Aufbauphase stellte sich erneut die Einfachheit der Solarelemente und die sich daraus sinnvolle Nutzung der Sonnenenergie dar.
Durch die öffentliche Nutzung des Hauses zu einem Teil und die sichtbare Erscheinung der Anlage auf dem Dach bleibt kaum ein Gespräch über die Anlage aus.
Wie oben schon erwähnt, ist das Interesse groß und obwohl noch keine offiziellen Veranstaltungen zur Verbreitung der Solarnutzung stattgefunden haben, konnte ich schon mehrfach die Anschrift der Installationsfirma weiterreichen und so zur Verbreitung beitragen.
In diesem Sinne hat sich der Aufbau der Anlage schon gelohnt.
Durch die enorm gute Förderung unserer Anlage ist ein deutlicher Impuls möglich. Zugleich aber werden dadurch auch die Möglichkeiten für den privaten Anwender verzerrt. Ist das Interesse erst einmal geweckt und der Wunsch entstanden die Solarenergie zu nutzen, kommt doch die unweigerliche Ernüchterung, wenn es um Finanzen geht.
Das hier nicht alle in großem Maß gefördert werden, ist verständlich. Jedoch wird alle Verbreitungsarbeit an dieser Stelle an ihre Grenzen kommen.
Sinnvoll ist die Nutzung der Sonnenenergie allemal. Und auch unsere Anlage macht deutlich, dass eine Einsparung der fossilen Brennstoffe nicht nur möglich, sondern auch geboten ist.
Fördersumme: 8.302,87 €
Quelle: http://www.dbu.de/PDF-Files/15500-74.pdf
Homepage: http://www.dbu.de/PDF-Files/15500-74.pdf
Ort
Dorfstr. 2
6869 Zieko, Sachsen-Anhalt
Laufzeit
05.06.2000 bis 05.06.2001