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Projekt:
Solartechnische Demonstrationsanlage Kirchenkreis Eutin

Projektträger:Kirchenkreis Eutin

Gebäudecharakteristik und Konzeption der Anlagentechnik

Dachform: Satteldach - Baujahr des Gebäudes: 1973/74 - Brutto-Geschossfläche (Nutzfläche):309,65 m²bebaute Fläche: 211,93 m² - umbauter Raum: 1.362,05 m³
Technische Anlagenbeschreibung:
1) Solarthermie
Die steuertechnische Einrichtung erfolgt über Kompakteinheiten einschließlich deren Verkabelung.
Als verbindende Leitung ist Cu-Rohr vorgesehen, entsprechend der Durchmesser und der Erfordernis des durchzusetzenden Medienstroms, einschl. der Dämmung dem. WSVO
Zur Sicherung gegen Frostgefahr wird dem Medienstrom ein Frostschutzmittel entsprechende - 20°C Außentemperatur beigegeben. Die erzeugte Wärmemenge wird über einen Bivalenten/ Mehrzweckspeicher mit einer Größe von 1000 l abgenommen bzw. erwärmt. Die weitere WW-Erstellung erfolgt über die vorhandene Gebäudeleitung.
2) Photovoltaik
Die Aufstellung erfolgt im Schrägdach. Das Photovoltaiksystem zur netzgekoppelten Stromerzeugung wird über einen Wechselrichter und Freischalter mit der Zertifizierung nach ISTRA installiert.
Zur Netzkoppelung der Anlage wird ein Wechselrichter eingesetzt. Zur Trennung der Anlage ist ein Freischalter eingesetzt bzw. in das Netz integriert. Insgesamt sind 18 Module fachgerecht angebracht worden. Die Bruttofläche beträgt 17,5 m². Zur Überbrückung längerer Distanzen zwischen dem Solarmodul, Wechselrichter sowie Freischalter sind Leistungskabel in UV-beständigem Kabelmaterial berücksichtigt worden.


Geplante Maßnahmen zur Verbreitung

Dazu gehört die fachliche Erläuterung der Anlagen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Altersgruppen. Das Thema "Energie und Energieeinsparung" wird in Zukunft fester Bestandteil des religions-pädagogischen Konzeptes im Ev. Jugendferienheim Tannenhöhe sein. Die Besucher und Interessierten sollen für einen bewussten und sparsamen Umgang mit Energie sensibilisiert werden.
Die Solaranlagen bieten die Möglichkeit, umweltfreundliche Warmwasser- und Stromerzeugung praktisch zu erleben. Unter anderem sollen die Besucher und Interessierten erfahren, wie der Strom in die Steckdose kommt und was man tun kann, um Energie zu sparen.
Damit also bleibende Eindrücke vermittelt werden, sollte das Programm im Kindergarten mit Experimenten viel Spaß machen und "A-ha"-Effekte enthalten. Die Visualisierungsanlagen sollen den einzelnen Gruppen die direkte Umsetzung von Sonnenlicht darstellen. Pädagogisch wird das Thema zusätzlich zu einem späteren Zeitpunkt durch Solarbaukästen und Solarspielzeug unterstützt.
Der Kirchenkreis Eutin hat eine Informationsbroschüre erstellt, die die Sachzusammenhänge verständlich dokumentiert und als Anstoß zu neuem Handeln und Denken anregen soll. Der Installateur der Anlagen hat dem Kirchenkreis Eutin angeboten, den interessierten Gruppen (Kindergärten, Schulklassen, Konfirmandengruppen etc) die Thematik in sogenannten Workshops näher zu bringen.
Zur Einweihung der Solaranlagen sind die Kirchenvorstände des Kirchenkreises sowie ein entsprechender Personenkreis aus dem Kommunal- und Umweltbereich eingeladen.


Erfahrungen bzgl. der Finanzierung des Eigenanteils

Der Kirchenkreisvorstand des Kirchenkreises Eutin hat im Haushalt 2002 Finanzierungsmittel bzw. Mittel aus der Baurücklage zur Sicherstellung des Eigenanteils entnommen.


Erfahrung bei der Realisierung und dem Betrieb der Anlage

Der Kirchenkreis Eutin hat in enger Kooperation mit den Firmen E. Strauch GmbH, Eutin und D.+M. Langfeldt GmbH, Bad Malente die Inbetriebnahme der Anlagen vornehmen können.


Erfahrungen bei der Umsetzung der Maßnahmen zur Verbreitung

Die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen zur Verbreitung der Sonnenenergienutzung läuft seit April 2003.
Es wurden alle Kirchengemeinden, Schulen sowie die umliegenden Kommunalgemeinden auf die Sonnenenergienutzung auf dem Gelände unseres Jugendferienheimes hingewiesen. Für Auskünfte steht das Kirchenkreisamt Eutin - Bauabteilung- gern zur Verfügung.
Durch einzelne Veranstaltungen im Jugendferienheim Tannenhöhe konnte vor Ort schon einigen Personengruppen die Sonnenenergienutzung erläutert werden.
Die Heimleitung bietet außer Besichtigungen der Solaranlagen auch Experimente und Spiele im Außen- und Innenbereich an.

Durch die Projektförderung seitens der Deutschen Bundesstiftung Umwelt konnte der Kirchenkreis Eutin die geplante Gesamtmaßnahme realisieren.
Hinsichtlich des Verbreitungsergebnisses ist sich der Kirchenkreisvorstand des Kirchenkreises Eutin sicher, dass ein sichtbares Zeichen für den Einstieg in die alternative Energiegewinnung gesetzt worden ist.

Quelle: http://www.dbu.de/projekt_15504/92_db_1036.html

Ort

Schloßstr. 13
23701 Eutin, Schleswig-Holstein

Laufzeit

24.01.2002 bis 30.06.2003