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Projekt:
Photovoltaik-Demonstrationsanlage Protestantische Kirchengemeinde Homburg

Projektträger:
Prot. Kirchengemeinde Homburg

Das "Siebenpfeifferhaus" wurde im Jahr 1959 anstelle des historischen Landratsgebäudes errichtet. Es dient als Büro und Veranstaltungsgebäude. Der Bau gliedert sich in ein 3-stöckiges Hauptgebäude und einem angebauten Saal.
Die BGF des Hauptgebäudes beträgt ca. 450 qm. Ausgeführt wurde es als Stahlbetonbau mit Satteldach. Beheizt seit 1999 mit Fernwärme, die in einem Heizkraftwerk auf dem Gelände der Universität erzeugt wird. Im Jahr 2001 wurde der Saal gründlich saniert, wärmegedämmt und mit einem Energiemanagement versehen. Geplant sind in den kommenden Jahren Dämmmaßnahmen am Hauptgebäude und die Erneuerung der Fenster.
Das Siebenpfeifferhaus ist zentral in der Homburger Altstadt gelegen und genießt in der Stadt einen hohen Bekanntheitsgrad. Zahlreiche Veranstaltungen finden dort statt. Gegenüber befindet sich die Homburger Stadtkirche.
Im Hauptgebäude ist das Gemeindezentrum der Kirchengemeinde Homburg untergebracht und zugleich das Dekanat des Kirchenkreises Homburg.
Die PV-Anlage ist auf dem Satteldach des Hauptgebäudes montiert. Sie besteht aus einem PV Kollektor mit 40 Modulen in 2 Strängen. Sie ist erweiterungsfähig. Ausgeführt ist sie in Aufdachmontage. Als Wechselrichter wurden ein Fronius IG 15 und ein Fronius IG 30 verwendet. Die Verkabelung erfolgte durch einen stillgelegten Kamin.

Die Maßnahme wurde in einem Artikel der Kirchenzeitung angekündigt. Es wurde eine Informationsveranstaltung über Sonnenenergie durchgeführt. Die einzelnen Schritte zur Realisierung wurden jeweils im Presbyterium durchgesprochen. Ein Artikel erschien in der Lokalpresse.

Leider konnte vom geplanten Spendenaufkommen nur ein Teil eingeworben werden. Es ist jedoch geplant, weitere Aktionen durchzuführen, um das Spendenaufkommen zu erhöhen.

Ein Problem stellten die Preisschwankungen auf dem Solarmodulmarkt dar, die sich aufgrund des Auslaufens von Förderprogrammen ergeben haben. Dadurch kam es zur Erhöhung von Kosten gegenüber dem ursprünglichen Kostenvoranschlag. Die technische Realisierung gestaltete sich unproblematisch. Die Verbindung zwischen Modulen und Wechselrichter konnte durch einen stillgelegten Kaminschacht realisiert werden.
Die Anzeigentafel ist vor kurzem im Eingangsbereich des Siebenpfeifferhauses aufgehängt worden. Sie kann von Besuchern der Veranstaltungen und von Besuchern der Bürogebäude, der Lehr und Clubräume gesehen werden. Sie wurde gebaut von Fa. Skytron und von einer ortsansässigen Elektrofirma angeschlossen.
Im Sommer 2003 gab es eine Unterbrechung der Stromerzeugung, weil einer der Wechselrichter ausgefallen war. Er wurde auf Garantie ausgetauscht.

Es gab, angestoßen durch unser Projekt, eine Anzahl von Anfragen durch Privatpersonen, die sich PV-Anlagen anschaffen wollen. Wir haben sie beraten und Kontaktaufnahme mit der ARGE Solar in Saarbrücken empfohlen.
Neuerdings sind auch Kirchengemeinden aus dem Kirchenbezirk an PV-Anlagen interessiert. Wenn die PV-Förderung durch den Bund verbessert wird und wir lokal zusätzliche Förderungen vereinbaren können, wird die Errichtung weiterer Anlagen möglich. Als Umweltbeauftragter des Kirchenbezirks werde ich diese Gemeinden beraten und die Anlage auf dem Siebenpfeifferhaus als Demonstrationsprojekt nutzen.

Die Maßnahme der DBU ist insgesamt positiv zu würdigen, weil ohne die Beihilfe der DBU angesichts der allgegenwärtigen Mittelknappheit kaum eine Kirchengemeinde eine PV-Anlage hätte verwirklichen können.
Negativ für uns waren die verwaltungstechnischen Prozesse und Nachweisepflichten, die in guter Absicht den Kirchengemeinden auferlegt wurden. In der Praxis bleiben diese Arbeiten meist bei den hauptamtlich beschäftigten Personen hängen und belasten über Gebühr. Auch war die Projektlaufzeit für uns viel zu kurz. Es müsste berücksichtigt werden, dass Kirchengemeinden eine Vielzahl von sozialen Aufgaben haben und dafür nur eine begrenzte Anzahl von Haupt- und Ehrenamtlichen zur Verfügung stehen.
Das DBU Projekt war zusätzlich.
Dazu kam, dass in unserer Landeskirche zum Jahresende 2001 eine Presbyteriumswahl durchgeführt wurde, welche uns stark beanspruchte und zu Veränderungen im Kreis der Ehrenamtlichen führte.
Die neuen Leute mussten eingearbeitet werden. Erst im Februar/ März des laufenden Jahres standen neue Kräfte zur Verfügung. Kleine Kirchengemeinden sind hier vielleicht besser dran: Es gibt weniger Aufgaben, es muss weniger Organisationsaufwand betrieben werden.

Fördersumme: 16.679,62 €


Quelle: http://www.dbu.de/PDF-Files/15504-81.pdf

Homepage: http://www.dbu.de/PDF-Files/15504-81.pdf

Ort

Emilienstr. 45
66424 Homburg, Saarland

Laufzeit

07.02.2002 bis 30.09.2003