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Projekt:
Photovoltaik-Demonstrationsanlage Ev. Kirchengemeinde St. Gabriel, Kiel

Auf dem nach Süden geneigtem Satteldach des Gemeindehauses in Kiel-Russee wurde im November 2000 eine PV-Anlage mit einer Nennleistung von 4,8 kWp als aufdach installiert. Das ebenerdige Haus wurde 1985 in konventioneller Steinbauweise errichtet und hat eine BGF von 451 m². Es wird für die Kinderstube der Gemeinde, den Konfirmandenunterricht und viele gemeindliche Kreise und Veranstaltungen genutzt. Das Dach aus Kunstschiefer hat eine Steigung (Winkel gegen die Horizontale) von 25°.
Die von der Fa. Solarnova in 22880 Wedel gelieferte PV-Anlage besteht aus 16 Modulen (2 Strings à 8 in Reihe geschalteten Modulen) mit je 216 multikristallinen Solarzellen und hat eine Gesamtfläche von etwa 40 m². Hersteller Fa. ASE, Typ: ASE 300 DG-FT. Nennleistung eines Moduls: 300 Wp, Uopt = 51,2 V. Die Strings werden vor dem Wechselrichter (Fa. Sunways AG, Typ Sunways 5.02) zusammengeführt und der Strom einphasig an das Netz der Stadtwerke Kiel abgegeben.

Die Anzeigetafel (Fa. Skytron) ist für den Eingangsbereich des Gemeindehauses vorgesehen und wird dort allen Besuchern (Eltern der Kinderstube, Konfirmanden, Teilnehmern an gemeindlichen und außergemeindlichen Veranstaltungen) die aktuellen Werte der Anlage vermitteln. Daneben sind Diagramme (Tagesgang, Jahresgang) und erläuternde Texte geplant.
Ferner sollen Veröffentlichungen im Gemeindeblatt (vierteljährl., Aufl. 3.700) und in stadtteilorientierten Broschüren erscheinen, sowie in einem Faltblatt oder einer Informationsbroschüre.
Dazu kommen Führungen für interessierte Gruppen, z. B. Schulklassen.

In der Planungsphase entstand eine Diskussion über den optimalen Neigungswinkel. Eine RWE-Studie (für den Raum Trier) gibt die Ausbeute der Solarzellen abhängig von ihrer Ausrichtung (Neigungswinkel und Azimut) an, nur waren wir uns nicht einig, ob der Neigungswinkel gegen die Horizontale oder gegen die Vertikale zu messen sei. Die Anfrage bei RWE ergab, dass der Winkel zur Horizontalen gemeint ist. Daher liegt unsere Dachneigung mit 25° dicht an dem optimalen Wert von 28°. Inzwischen läuft die Anla-ge über ein Jahr und hat in den ersten 12 Monaten ihr "Soll", das langjährige Mittel von 750 kWp, mit 4004 kWp (834,17 kWh/kWp) um 11% überschritten.

Die Anlage wurde nach entsprechender Vorbereitung (vergl. Artikel im Gemeindeblatt, Predigttext, Faltblatt und Bericht in den Kieler Nachrichten) im März 2001 mit einem Gottesdienst unter dem Motto "Der Herr ist Sonne und Schild, Der Herr gibt Gnade und Ehre", eingeweiht. Die noch nicht montierte Anzeigetafel wurde im Gemeindesaal aufgestellt und enthüllt. Außerdem wurden in mehreren Diagrammen die ersten Ergebnisse präsentiert. Abgesehen von zahlreichen Privatpersonen zeigten zwei Kirchengemeinden, Neumünster-Tungendorf und Flintbek bei Kiel, ihr großes Interesse.
Ein weiterer Anlass zu einer besonders hervorzuhebenden öffentlichen Präsentation bot unser Gemeindefest in der 2. Septemberwoche (verg. Anlage). Auch da ergab sich eine gute Gelegenheit, mit privaten Interessenten über die PV-Anlage zu sprechen.
Für Besucher des Gemeindehauses liegt ständig ein Faltblatt mit den wichtigsten Angaben über die PV-Anlage aus und wird laufend aktualisiert.

Mit der PV-Anlage liefert die Kirchengemeinde St. Gabriel einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und trägt langfristig zu einem positiven Umweltbewusstsein in den Kieler Ortsteilen Russee - Hammer - Demühlen und darüber hinaus bei.

Quelle: http://www.dbu.de/projekt_15500/19_db_1036.html

Ort

Rendsburger Landstr. 389
24111 Kiel

Laufzeit

07.11.2000 bis 21.01.2003