Projekt:
"Wäscherei in Mönchengladbach"
Die Neue Arbeit Mönchengladbach gGmbH - ein Unternehmen der Diakonie - erstrahlt jetzt im neuen Glanz im Gewerbegebiet Tomphecke/Mönchengladbach. Das Unternehmen ist in 2003/2004 komplett umgezogen und hat somit die Chance genutzt möglichst innovative Wege bei der Energieverwendung zu gehen. Der Neubau setzt nicht nur energetisch sondern auch architektonisch interessante Akzente.
Die Wäscherei ist mit neuester energieeffizienter Wäschereitechnik ausgestattet. Die Waschstrassen sind selbstverständlich mit entsprechenden Energy-Optimizern (EOP) ausgestattet. Es fällt aber immer noch nicht effizient nutzbare Abwärme an, die zumindest zur Beheizung der Wäscherei dient. Allerdings wird die nicht benötigte aber kontrolliert ableitbare Abwärme in einem 60 m3 Erdtank unter dem Parkplatz gespeichert. Die 700 qm Bürofläche werden so zukünftig über eine Fußbodenheizung und einen entsprechenden Wärmetauscher mit der Abwärme aus dem Betrieb beheizt. Eine Zusatzheizung ist somit nicht erforderlich.
Die Konstruktion des Gebäudes erlaubt eine Belüftung der Büroräume über entsprechende Erdkanäle, die zum Teil über eine natürliche Konvektion betrieben werden können.
Wird es den Mitarbeitern im Sommer trotzdem zu warm, hilft der hauseigene Brunnen weiter. Denn über die Fußbodenheizung wird im Sommer über das kühle Brunnenwasser (ca. 6°C), das allerdings zuvor auf ein höheres Temperaturniveau gemischt wird (ca. 16°C), der Bürotrakt gekühlt. Herr Bamberg, einer der Geschäftsführer der Neuen Arbeit gGmbH, hat im Sommer 2004 schon erste Erfahrungen mit diesem System sammeln können und ist hoch zufrieden.
Ein weiteres Highlight des neuen Gebäudes ist sicherlich auch die Photovoltaikanlage. Die schon von weitem erkennbare Photovoltaikanlage ist als Glas-Glas-Modul-Anlage ausgeführt worden und durchflutet mit interessanten und abwechslungsreichen Lichtspielen das Foyer des Bürogebäudes. Gleichzeitig dient die Anlage als Verschattungselement und verhindert somit die zu starke Aufheizung der Büroräume. Die Modulfläche beträgt ca. 100 qm.
Das Unternehmen benötigt pro Monat ca. 55 MWh Strom und ca. 750 MWh Erdgas. Um konkurrenzfähig zu bleiben, gehen die Mönchengladbacher innovative Wege. Nach einer ersten Kalkulation werden ca. 25 % Energie im Gegensatz zum alten Betrieb eingespart. Die Gesamtinvestition für den neuen Betreib belaufen sich auf ca. 10 Mio. EUR.
Quelle: http://www.energieagentur.nrw.de/kommunen/page.asp?InfoID=2788
Homepage: http://www.energieagentur.nrw.de/kommunen/page.asp?InfoID=2788
Ort
Mönchengladbach