Projekt:
HotModule Universitätsklinik Magdeburg
Weitere Informationen weiterhin unter:
www.med.uni-magdeburg.de
www.mtu-friedrichshafen.com
www.uni-magdeburg.de/ivt/svt/svt_d.html
- Standortangaben: Die Brennstoffzelle ist Teil eines Kraftwerks, das von einer privaten Gesellschaft auf dem Gelände der Universitätsklinik dienstleistend betrieben wird.
- Laufzeit: Inbetriebnahme Oktober 2002
- Investitionen, Förderung: insgesamt 1,3 Mio. € (die Anlage ist Teil eines Verbundvorhabens des BMBF)
- Projektadressen: Universitätsklinikum Magdeburg
IPF Heizkraftwerksbetriebsgesellschaft mbH
MTU Friedrichshafen GmbH
Otto-von-Guerike-Universität Magdeburg, Institut für Verfahrenstechnik, Lehrstuhl für Systemverfahrenstechnik
In der Universitätsklinik in Magdeburg wurde eine Hochtemperatur-Brennstoffzelle, ein sog. HotModule, mit einer Leistung von 250 kW(el) und 170 kW(th) in Betrieb genommen. Die Brennstoffzelle ist in ein bestehendes Blockheizkraftwerk eingebunden und soll zur Wärmeversorgung der Klinik beitragen. Der erzeugte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Betrieben wird das Kleinkraftwerk von einer privaten Gesellschaft im Rahmen eines Contractings.
Mit der als „HotModule“ bezeichneten, von der MTU Friedrichshafen GmbH entwickelten Hochtemperatur-Brennstoffzelle ging die erste Anlage dieser Art in den neuen Bundesländern in Betrieb. Die Brennstoffzelle ist in das Blockheizkraftwerk der Magdeburger Universitätsklinik eingebunden und wird von einer privaten Gesellschaft im Rahmen eines Contractings betrieben. Die gewonnene thermische Energie trägt zur Wärmeversorgung der Klinik bei; der elektrische Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist.
Bei der Brennstoffzelle handelt es sich um eine Schmelzcarbonat-Brennstoffzelle. Sie arbeitet bei 650 °C mit einem hohen elektrischen Wirkungsgrad und einer Wärmeauskopplung bei Ablufttemperaturen von 400 °C. Die Zellblockleistung beträgt 250 kW(el) und 170 kW(th). Der Gesamtnutzungsgrad der Brennstoffzelle soll ca. 90 % betragen. Neben Erdgas ist ein Betrieb der Zelle auch mit Brennstoffen wie Methanol, Biogas, Klärgas oder Deponiegas möglich.
Der Betrieb der Brennstoffzelle wird in den kommenden drei Jahren von einem Verbundforschungsprojekt begleitet, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 1,3 Mio. € finanziert wird.
Quelle: www.energie-projekte.de
Ort
39120 Magdeburg